Biskuit ausführlich

Der eine oder andere mag sich erinnern ^^.

Vor bald zwei Monaten entschied ich mich das erste Mal zu bloggen. Der erste Eintrag galt damals meinem Biskuitteig. Meinen Biskuitböden gegenüber hege ich starke Gefühle, die schmecken einfach immer sooo gut… Weshalb ich heute auch nicht anders kann, als noch einmal näher auf diese kleine Kunst einzugehen… Hier und da lauern die Fallen, die für einen flachen, trockenen und nicht luftigen Boden sorgen können.

Tipp 1

Wiegt alle Zutaten vorm Backen ab, wenn man erst einmal angefangen hat das Eiweiß steif zu schlagen, wäre es doch sehr lästig wenn man hier und da noch den Zucker oder das Mehl abwiegen müsste, schließlich wollen wir die Luft die wir zuvor eingearbeitet haben nicht verlieren.

Tipp 2

Der Backofen sollte vorgeheizt sein, wenn nicht dann könnte dem Teig die Luft ausgehen, schließlich braucht so ein Backofen seine Zeit zum warm werden 😉

Tipp 3

Das Eiweiß muss sauber vom Eigelb getrennt werden, das lest ihr sicher in jedem Rezept bei dem das Eiweiß vom Eigelb getrennt werden muss. Für alle die beim Eiertrennen nicht so sicher sind, kann es eine Hilfe sein, das Eiweiß beim trennen vorerst in eine Schüssel fallen zu lassen und erst wenn man sicher ist, das keine Schale und kein Eigelb beim trennen „mit gerutscht“ sind, gibt man das Eiweiß in das „endgültige“ Gefäß und schlägt es steif.

Tipp 4

Den Zucker mit dem Eigelb und dem warmen Wasser so lange auf höchster Stufe schlagen das die Maße WIRKLICH cremig wird, einige rühren 10 Minuten, ich rühre nach Gefühl. Hauptsache die Maße wird locker, vom Farbton heller und der Zucker löst sich
auf.

Tipp 5

Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver sollten miteinander versiebt werden, so kommt noch einmal ein wenig Luft in das Ganze, außerdem kann man so ganz sicher sein das sich keine Klümpchen in die Maße schummeln.

Tipp 6

Das Mehlgemisch sollte gaaanz vorsichtig mit dem Eigelb-, Zuckergemisch vermengt werden. Dieser Vorgang sollte so wenig Zeit wie nur möglich in Anspruch nehmen, ich persönlich mache das mit Hilfe der niedrigsten Stufe meines Handmixers, das funktioniert bei mir ganz gut, andere machen das von Hand…

Tipp 7

Das Eiweiß sollte noch viel vorsichtiger als das Mehlgemisch (siehe Tipp 6) untergehoben werden. Die riesige Menge Luft die sich im steifgeschlagenen Eiweiß befindet ist das Triebmittel des Teiges und entscheidet darüber wie luftig der Tortenboden am Ende sein wird. Man sollte diesen Schritt also zügig aber mit viel Vorsicht durchführen.

Tipp 8

Je nach Form (Springform, Blech…) ändert sich die Backzeit. Auch vom Backofen hängt ab wie lang der Teig backen muss… Eines ist aber sicher, ich lasse den Teig lieber eine Minute länger im Ofen, trocken ist er mir noch nie geworden. Wichtig ist das man den Backofen während des eigentlichen Backens geschlossen hält, unnötiges Öffnen könnte den Teig zusammenfallen lassen. Zum Ende der Backzeit kann man den allseits beliebten Holzstäbchentest durchführen, wie jeder weiß: „Wenn kein Teig am Holzstäbchen kleben bleibt, dann ist der Kuchen fertig“.

Tipp 9

Nach dem Backen sollte der Tortenboden in aller Ruhe abkühlen. Nimmt man den Teig zu früh aus der Form kann er reißen, brechen oder bröseln. Am besten nimmt man sich die Zeit und backt den Tortenboden am Vorabend, so hat er genug Zeit abzukühlen und lässt sich zur Weiterverarbeitung gut schneiden.

Tipp 10

Für die meisten Torten muss der Tortenboden in drei gleichdicke „Platten“ geschnitten werden. Ich habe für diesen Schritt ein langes, schmales und „geriffeltes“ Messer. Mittels eines Fadens lässt sich der Tortenboden aber auch sehr gut „schneiden“, dazu legt man den Faden einfach um den Tortenboden und zieht ihn straff.

Ich hoffe nichts vergessen zu haben und euch mit diesen Tipps helfen zu können, denn viel zu oft habe ich schon gehört: „Gelingsicher? Für dich vielleicht, für mich nicht..“. Mit diesen Ratschlägen sollte nichts schief gehen…

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Veröffentlicht in Lina backt ♥

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Permalink 2 Kommentare

2 Antworten zu “Biskuit ausführlich

  1. Hallo Lina,

    danke für deinen Kommentar auf meiner Seite. So bin ich auch auf deine Seite gestossen … und gleich deiner neuester Beitrag ist sehr interessant für mich. Ich hab noch gar nie Biskuit gebacken. Das steht aber bald mal an, wenn ich meine neuen Dessertringe für eine Nachspeise benutzen will.
    Grüsse,
    Sarah

  2. Cool – genauso hat meine Oma mir das auch beigebracht. 1. Regel: alles bereithalten und Ofen klarmachen. 2. Regel: Eier getrennt richtig fluffig schlagen. 3. Regel: Vorsicht walten lassen beim Unterheben. Und 4. Regel: nie zu neugierig sein, sonst fällt der Teig zusammen.
    Das ist eigentlich wirklich eine Garantie für’s Gelingen, da kann ich Dir nur zustimmen!!! 🙂
    Und was „zu trocken“ betrifft: In der Regel wird der Teig ja eh befüllt, da saftet der noch nach, insofern hab ich auch keine Angst, dass er zu trocken werden könnte.

    Liebe Grüße,
    Katharina

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